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    Memento Mori- Andreas Gryphius

    Andreas Gryphius- Überschrift an dem Tempel der Sterblichkeit (1658) Ihr irrt, indem ihr lebt Die ganz verschränkte Bahn Lässt keinen richtig gehn. Dies, was ihr wünscht zu finden, Ist Irrtum, Irrtum ists, der euch den Sinn kann binden. Was euer Herz ansteckt, ist nur ein falscher Wahn. Schaut Arme, was ihr sucht! Warum so viel getan Um dies, was Fleisch und Schweiß und Blut und Gut und Sünden Und Fall und Weh nicht hält? Wie plötzlich muss verschwinden, Was diesen, der es hat, setzt in des Todes Kahn! Ihr irrt, indem ihr schlaft Ihr irrt, indem ihr wachet Ihr irrt, indem ihr traurt Ihr irrt, indem ihr lachet Indem ihr…

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    Vanitasgedanke- Andreas Gryphius

    Vanitas, Vanitatum, et Omnia Vanitas Andreas Gryphius (1632-1664) Es ist alles gantz eytel. Eccl. 1. V. 2. Ich seh’ wohin ich seh, nur Eitelkeit auff ErdenWas dieser heute baut, reist jener morgen einWo jtzt die Städte stehn, so herrlich hoch vnd feinDa wird in kurzem gehn, ein Hirt mit seinen Herden: Was jtzt so prächtig blüht, wird bald zutretten werden:Der jtzt so pocht vnd trotzt, lässt vbrig Asch vnd BeinNichts ist, daß auff der Welt, könnt vnvergänglich seynJtzt scheint des Glückes Sonn bald donnerts mit beschwerden. Der Taten Herrligkeit, muß wie ein Traum vergehn:Solt denn die Wasserblaß, der leichte Mensch bestehnAch! was ist alles diß, was wir vor köstlich achten!Als…

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    Vanitasgedanke

    Christian Hoffmann von Hofmannswaldau- Vergänglichkeit der Schönheit (1695) Nachkriegsbeispiel für Vergänglichkeit Es wird der bleiche Tod mit seiner kalten HandDir endlich mit der Zeit um deine Brüste streichenDer liebliche Corall der Lippen wird verbleichen;Der Schultern warmer Schnee wird werden kalter Sand Der Augen süsser Blitz, die Kräffte deiner HandFür welchen solches fällt, die werden zeitlich weichenDas haar, das itzund kan des Goldes Glantz erreichenTilget endlich tag und jahr als ein gemeines band. Der wohlgesetzte Fuss, die lieblichen GebärdenDie werden theils zu Staub, theils nichts und nichtig werdenDenn opfert keiner mehr der Gottheit deiner pracht. Diß und noch mehr als diß muß endlich untergehenDein Hertze kan allein zu aller Zeit bestehenDieweil es…

  • Pflege

    Carpe Diem

    Martin Opitz- Carpe diem (1624) Ich empfinde fast ein Grauen,dass ich, Plato, für und fürbin gesessen über dir.Es ist Zeit hinauszuschauenund sich bei den frischen Quellenin dem Grünen zu ergehn.wo die schönen Blumen stehnund die Fischer Netze stellen! Wozu dienet das Studierenals zu lauter Ungemach!Unterdessen läuft die Bachunsers Lebens, das wir führen,ehe wir es inne werden,auf ihr letztes Ende hin:dann kömmt ohne Geist und Sinndieses alles in die Erden. Holla, Junger, geh und frage,wo der beste Trunk mag sein,nimm den Krug und fülle Wein!Alles Trauren, Leid und Klage,wie wir Menschen täglich haben,eh uns Clotho fortgerafft,will ich in den süssen Saft,den die Traube gibt, vergraben. Kaufe gleichfalls auch Melonenund vergiss des…

  • Biohacking

    Stress und seine Folgen

    Stress hat viele Einflussfaktoren, die man auch Stressen nennt. Er kann gutem aber auch schlechten Ursprungs sein, kommt in jedem Alter vor und treibt das Individuum an. Stress bewegt das Individuum. Es gehört zum Leben und ist bis zu einem bestimmten Grad gut. Wir brauchen ihn ab und zu, denn er ist Evolutionärbedingt an einem überlebenswichtigen Prozess geknüpft, der Wachsamkeit, um möglichen Gefahren sicher entkommen zu können. Sprich entweder jagen oder verteidigen, kämpfen oder flüchten Stress fördert und reguliert, in Zusammenarbeit mit anderen Organen des Organismus, den Stoffwechsel in unserem Körper. Mit Stress wird Cortisol, das Stresshormon aktiviert, welches in der Nebennierenrinde freigesetzt wird. Er stellt dem Körper Glucose zur…