Hilfe für pflegende Angehörige,  Praktische Pflegetipps

Mitleid

Das Gefühl von Mitleid zu spüren kann dem Gegenüber gut tun. Es gibt aber auch Menschen, die kein Mitleid brauchen. Vor allem nicht verlangen, weil Sie den Zustand des Mit Leidens als Beleidigung sehen. Beinahe wie in der Katharsis, dem nähren des Mitleiden ohne dem Gegenüber zu helfen.

Empfindest man das Gefühl würde der Gegenüber einem am Liebsten zurecht weisen, denn meistens hilft diese Person nach Ihrem Mitleid nicht oder vergisst Sie wieder. Zum übel des Leidenden, der sich dann aus seiner Situation seine eigenen Wege bauen muss.

Devise gilt kein Mitleid zu haben, mitzuhelfen oder weiterzugehen, denn auf das Mitleid ist man nicht angewiesen. Es ist eher eine Verachtung der Leidenden Person als selbst zu versuchen sein Leid aufzunehmen und zu unterstützen.

Ärzte und Pfleger sollte in Ihrer aufopfernden Rolle eine Form der Mitleidsmüdigkeit entwickelt haben.Zudem haben sie das Bedürfnis jedem helfen zu müssen auch wenn der ein oder andere wirklich keine Hilfe braucht. Sie nehmen das Leid auf und verarbeiten es stumpf.

Diese Müdigkeit wird als sekundäre Traumatisierung ausgelegt. Die “Companion Fatigue”. Daraus ergibt sich, dass man Leid schneller entgegentreten kann und einfach nur funktioniert. Folgen daraus ergeben sich erst nach dem Leid oder dem Verlassen der Situation, wo man dann realisiert wie schrecklich diese eigentlich war.

Für manch einen Patienten ist das herunterspielen der eigenen Erkrankung leichter. Vor allem folgende Vergleiche mit anderen lassen das eigene Leid leichter ertragen. Man wird resistenter gegen den Schmerz den das Leiden mit sich bringt, gegen die Angst und Wut, die daraus entstehen können.

Leidet man, verspürt man ein unsagbares Kummer im Elend ohne sichtliche Option auf Linderung. Es entflammt aus dem tiefsten inneren der Seele, des Körpers und Geistes fernab von dem empfundenen Glück. Man klagt und muss aber zeitgleich ertragen. Wie kann jemand der noch nie litt das verstehen?

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